Gedichte und Texte für jeden Anlass...
I Ich ruhe nimmer bis
I

Ich ruhe nimmer,
bis ich sie bekomme.

Eine, die heißt Diemel,
ganz und gar vertrau ich ihr.

Es kann ihr nicht missfallen,
worum ich immer sie bat.
Sie soll sich nicht übereilen,
Mein Feld grenzt an ihre Weide.
Ekeman, der rauft Ekemammen.
So halt sie ihren roten Mund im Zaum.

II

Ich habe an sie gewendet
gar allen meinen Sinn.

Ich meinte, ich wär schon am Ziele.
Sie sprach: "Wo ist der Besitz?"

"Mehr kann ich Euch nicht zeigen
von meinem Gut
als Reuental, mein Eigen.
Meine Mutter bracht es ein.
Herrin, das will ich Euch giben-geben."
"Herr, hibet-habet's für Euch selbst."

III

Der ich mich aus freien Stücken
stets zu Dienste bot,

an der hab ich gesehen,
einen Gürtel rot.

Was ich ihr auch winke,
auf mich hat sie zur Zorn.

Gläsern ist die Schnalle,
von Kupfer ist der Dorn.
Ich sah's, es war ein schmaler Riemen.
Ein Ritter hatte ihn ihr mitgebracht aus Wien.

IV

Ich kam ihr nachgeschlichen
an einen Waldessaum.

Ihr Vergnügen, das war groß
mit einem stattlichen Ritter.

Ich kam hernach dazu.
Erfreut war ich gerade nicht.
Es dauerte nicht lange
und nieder drückt' er sie.
Rasch gab er ihr in ihre weißen Händel
etwas, das nennt man den Gimpel-Gempel.

V

Als sie den Gimpel-Gempel
in die Hand genommen,

setzt' sie ihn an das Bäuchlein,
er drückt' ihn durch das Kräuselhaar.

"Nun beweg schnell deinen Hoppo-Popo,
damit der Gimpel-Gempel nicht zur Ruhe kommt.
Ohja-uhja, wer geht denn da?"
 
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