Lebenslüge
Jeder, der was von sich hält,
der glaubt, er sei sehr wichtig.
Er ist der Nabel dieser Welt,
so und nicht anders ist es richtig.
Du bist jung und skrupellos,
gehst immer über Leichen.
Siehst deine eignen Ziele bloß,
willst schließlich was erreichen.
Braungebrannt, rasiert, markant,
blond gestylt mit Sonnenbrille
lächelst du gekonnt charmant,
es herrscht atemlose Stille.
Blitzartig im Raum ausgebreitet,
Frau ist sprachlos und gebannt,
ihre Augen groß, geweitet,
wird sie extatisch übermannt.
Du bist der Traummann jeder Frau,
genau das, was sie will.
Das weißt du alles ganz genau,
es ist dein eignes Spiel.
Für dich zählt nur Erfolg und Schein,
Statussymbol und Macht,
du lebst in deinem irren Sein,
bist einsam in der Nacht.
Gefühle lässt du gar nicht raus,
bist unnahbar und kalt.
Als Schwäche legst du diese aus,
so wirst du langsam alt.
Wenn du jetzt in den Spiegel blickst,
in deine Augen schaust,
siehst starr und blass, wie du erschrickst,
es dich vor dir graust.
So stehst du dort, wer weiß, wie lange,
es überkommt dich großer Schmerz.
Glühend, wie mit der Feuerzange,
bohrt er sich in dein Herz.
Eine Träne löst sich sacht`
und rinnt durch dein Gesicht.
Du hast so gut, wie nie gelacht,
warum eigentlich nicht?
Du hast gelebt in vollen Zügen,
hast gar nichts ausgelassen.
Doch es waren meistens Lügen,
dafür muss Frau dich hassen.
Die Spuren, die das Leben schrieb
in deine Seele, deine Haut,
sie sind das letzte, was dir blieb
du warst dir so vertraut.
Doch nun stehst du hier allein,
frierst und fühlst dich nackt,
du empfindest dich als Schwein,
bereust den Teufelspakt.
Es ist so, wie in jedem Falle,
egal, wie, wo, wer, was du bist:
die Rechnung, sie erreicht uns alle,
wenn wieder Zahltag ist.
der glaubt, er sei sehr wichtig.
Er ist der Nabel dieser Welt,
so und nicht anders ist es richtig.
Du bist jung und skrupellos,
gehst immer über Leichen.
Siehst deine eignen Ziele bloß,
willst schließlich was erreichen.
Braungebrannt, rasiert, markant,
blond gestylt mit Sonnenbrille
lächelst du gekonnt charmant,
es herrscht atemlose Stille.
Blitzartig im Raum ausgebreitet,
Frau ist sprachlos und gebannt,
ihre Augen groß, geweitet,
wird sie extatisch übermannt.
Du bist der Traummann jeder Frau,
genau das, was sie will.
Das weißt du alles ganz genau,
es ist dein eignes Spiel.
Für dich zählt nur Erfolg und Schein,
Statussymbol und Macht,
du lebst in deinem irren Sein,
bist einsam in der Nacht.
Gefühle lässt du gar nicht raus,
bist unnahbar und kalt.
Als Schwäche legst du diese aus,
so wirst du langsam alt.
Wenn du jetzt in den Spiegel blickst,
in deine Augen schaust,
siehst starr und blass, wie du erschrickst,
es dich vor dir graust.
So stehst du dort, wer weiß, wie lange,
es überkommt dich großer Schmerz.
Glühend, wie mit der Feuerzange,
bohrt er sich in dein Herz.
Eine Träne löst sich sacht`
und rinnt durch dein Gesicht.
Du hast so gut, wie nie gelacht,
warum eigentlich nicht?
Du hast gelebt in vollen Zügen,
hast gar nichts ausgelassen.
Doch es waren meistens Lügen,
dafür muss Frau dich hassen.
Die Spuren, die das Leben schrieb
in deine Seele, deine Haut,
sie sind das letzte, was dir blieb
du warst dir so vertraut.
Doch nun stehst du hier allein,
frierst und fühlst dich nackt,
du empfindest dich als Schwein,
bereust den Teufelspakt.
Es ist so, wie in jedem Falle,
egal, wie, wo, wer, was du bist:
die Rechnung, sie erreicht uns alle,
wenn wieder Zahltag ist.
Dieses Werk unterliegt dem Urheberrecht von Gabriele Rosendahl! Jegliches Kopieren und Weiterverwenden OHNE explizite Zustimmung des Autors ist verboten! Bei Zuwiderhandlungen muss mit rechtlichen Konsequenzen gerechnet werden!
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Kommentare:
micha221b
schrieb am 25.10.2011 um 18:44
Ein sehr schönes Gedicht.
Man kann nur hoffen, dass ihm rechtzeitig, zu Weihnachten, drei Geister erscheinen. ;o)
Man kann nur hoffen, dass ihm rechtzeitig, zu Weihnachten, drei Geister erscheinen. ;o)