Gedichte und Texte für jeden Anlass...
Weltfremd
Eine Welt, so kalt wie Eis,
doch die Sonne scheint so heiß.
Eine Welt, so grau und trübe,
die meisten Menschen ohne Liebe.
Eine Welt, ohne Wärme, ohne Licht.
Nein, danke ! Diese Welt, die will ich nicht !

Die Menschen hasten vorbei, bleiben nicht stehen,
eilen atemlos weiter, ohne sich umzusehen.
Haben die Blicke für schöne Dinge verloren,
fühlen sich für was besseres geboren.
Jeder will zuerst ans Ziel,
hart umkämpft ist dieses Spiel,
was sich Leben nennt,
doch wenn dir was auf der Seele brennt,
dann interessiert das nicht,
andere Dinge haben mehr Gewicht.

Hast du Erfolg ?
Siehst du gut aus ?
Wie steht`s finanziell,
hast du ein Haus ?

Das und andere Nichtigkeiten,
sind in unserer Gesellschaft Wichtigkeiten.
Designermöbel und Markengarderobe,
zusammen leben, nur noch auf Probe.
Eheverträge werden geschlossen,
Tränen selbstverständlich heimlich vergossen.

Alles ist rein, hygienisch und sauber,
was aber ist die Welt ohne Zauber ?
Wenn Menschen emotional verkümmern, verarmen,
kein Mitleid mehr kennen oder Erbarmen,
sich hinter Mauern und Masken verstecken,
Angst haben, Gefühle zu wecken.
Egal, ob es die eigenen oder fremde sind,
wie einfach es ist, zeigt uns jedes Kind.

Wir alle sind Kinder auf eine Weise,
sich einlassen auf`s Leben und ab geht die Reise.
Es ist so leicht, ein Lachen zu schenken,
Mut zuzusprechen und nicht zu kränken.
An die Hände nehmen, einander spüren,
fühlen, wie sich Körper und Seele berühren.

Wer das erkennt und all` dies tut,
der merkt sehr schnell, es ist einfach gut.
Viele haben Herz und Verstand,
wollen aber unbedingt mit dem Kopf durch die Wand.
Sie meinen weil sie logisch denken,
braucht man Gefühlen nicht viel Beachtung schenken.
Jedoch haben jene nicht bedacht,
Emotionen entwickeln große Macht.
Sie bewegen Menschenmassen,
aller Länder, aller Rassen,
gegen Unrecht aufzubegehren,
erhobenen Hauptes sich zu wehren.

Die Völkerstämme wollen nicht viel,
Frieden und Freiheit, das ist ihr Ziel.
Der Weg bis dahin, meist hart und blutig,
die Ärmsten der Armen, illusionslos und mutig,
nehmen große Strapazen in Kauf,
sie kämpfen tapfer und geben nicht auf.
Wir sollten sie achten und respektieren,
nicht gering schätzen und ignorieren.
Denn wir haben verlernt, was es heißt, zusammenzuhalten,
bei den meisten von uns ist sogar die Zunge gespalten.

 
Dieses Werk unterliegt dem Urheberrecht von Gabriele Rosendahl! Jegliches Kopieren und Weiterverwenden OHNE explizite Zustimmung des Autors ist verboten! Bei Zuwiderhandlungen muss mit rechtlichen Konsequenzen gerechnet werden!
 
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