Gedichte und Texte für jeden Anlass...
Die Schlacht am kalten Buffet
Die Gäste stürzen ans Buffet,
es tut mir in der Seele weh.
Sie laden sich die Teller voll
und finden sich dabei noch toll.

Immer druff, nur ganz viel nehmen,
sie sollten sich dafür was schämen.
Völlig frech und ungeniert
wird der Buffettisch masakriert.

In kurzer Zeit, wie die Heuschrecken,
mit dicken Flecken auf den Decken,
ist alles ratz fatz abgefressen,
der Mensch hat sich total vergessen.

Is(s)t einfach nicht mehr kontrolliert,
es wird gestopft, gemampft, gegiert.
Ruckzuck, sind die Platten leer,
muß nun schnell der Nachschub her.

Denn das Faß hat keinen Boden
und den Urwald muß man roden
bis zur allerletzten Wurz,
Es ist den Menschen völlig schnurz.

Das auch andere Hunger haben,
sie würden auch sich gerne laben,
an unseren Desserts und Köstlichkeiten.
Doch leben sie in anderen Weiten.

Sie wohnen in der dritten Welt,
sind bettelarm und ohne Geld.
Sie haben Durst, nicht satt zu essen,
wir sollten sie nicht ganz vergessen,
uns tunlichst hinter die Ohren schreiben:

demütig und bescheiden bleiben !


 
Dieses Werk unterliegt dem Urheberrecht von Gabriele Rosendahl! Jegliches Kopieren und Weiterverwenden OHNE explizite Zustimmung des Autors ist verboten! Bei Zuwiderhandlungen muss mit rechtlichen Konsequenzen gerechnet werden!
 
Sie müssen angemeldet sein, um bewerten zu können.
JETZT anmelden
Bewertung: 5 Punkte von 5 (1 Stimmen)

Schlagwörter

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.
JETZT anmelden
Kommentare:
#{username} schrieb am #{date} um #{time}
 
#{text}
micha221b
micha221b schrieb am 01.05.2010 um 22:07
 
Da fallen mir auch immer diese "Wohltätigkeitsveranstaltungen" ein, bei denen sich die Reichen zu Gunsten der Armen die Bäuche füllen und das ganze mehr gekostet als eingebracht hat.