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Abend ohne Dich
Abend ohne Dich

Der fahle Strahl des Mondes
zeigt graues Licht am Himmel.
Er sitzt am Wegesrand,
und bauschige Wolken filtern Licht.

Am Zaun der alten Koppel,
reibt sich der wilde Schimmel,
der Wind hält scharf Gericht.

Die ersten Nebelschwaden,
ziehen von der Aue herauf,
sie kleben nass am Boden,
Schwermut nimm deinen Lauf.

Die kalte Hand des Winters,
kriecht dir im Nacken hoch.
Du weisst, die Zeit des Todes,
kommt näher, Todes Loch,
die Einsamkeit des Lebens,
wird gnadenlos bewusst.

Du sitzt an Aue's Ufern,
und stehst den schwarzen Fluss.
Die träume zieh'n an dir vorbei,
die, die vergessen werden,
sie zeigen dir, es ist umsonst,
du wirst nicht unsterblich werden.

Der Tag sinkt nieder,
nach arbeitssam' Geschäft,
und langsam kehret wieder,
die Ruhe, die den Abend labt.

Die Kirchturmuhr schlägt,
und die dunklen Schatten,
streifen um die Mauer,
als wenn sie sonst nichts hatten.
Und schlurfend ist ihr Schritt.

Nieden/MV 04.11.1998
 
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