Gedichte und Texte für jeden Anlass...
Scheu und treu
Er liebte sie in aller Stille,
bescheiden, schüchtern und von fern
schielt er nach ihr durch seine Brille
und hat sie doch so schrecklich gern.

Ein Mücklein, welches an der Nase
des schönen Kindes saugend saß,
ertränkte sich in seinem Glase,
es schmeckt ihm fast wie Ananas.

Sie hatte Haare wie 'ne Puppe,
so unvergleichlich blond und kraus.
Einst fand er eines in der Suppe
und zog es hoch beglückt heraus.

Er rollt es auf zu einem Löckchen,
hat's in ein Medaillon gelegt.
Nun hängt es unter seinem Röckchen,
da, wo sein treues Herz schlägt.
 
Sie müssen angemeldet sein, um bewerten zu können.
JETZT anmelden
Es wurde noch nicht abgestimmt!
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.
JETZT anmelden
Kommentare:
#{username} schrieb am #{date} um #{time}
 
#{text}
Bisher keine Kommentare vorhanden