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Die Geschichte von der neugierigen Maus
Es war ein munterer Bach, der da so zwischen Wiesen unter Bäumen dahinplätscherte. Rechts und links am Ufer wuchsen Holunderbüsche. Unter einem von ihnen wohnte die Maus Pipsel. Ich will euch verraten, dass sie unerhört neugierig war.
Eines Morgens knabberte sie gerade an einer Käserinde, als plötzlich etwas Rotes durch die Zweige schimmerte. Und langsam kam es näher und näher.
Das muss ich sehen, dachte die neugierige Maus, warf die Käserinde hin und lief, so schnell sie konnte, zum Bach. Aber dort sah sie vor lauter Gras rein gar nichts. Sie streckte ihre spitze Nase in die Luft und hatte sofort eine tolle Idee. Ein Ast, der über dem Bach hing, war genau das richtige für sie. Sie turnte den Ast hinauf, immer höher und höher. Ein Frosch, der am Ufer saß, rief: „Vorsicht!“ und schwenkte warnend seine grünen Arme. Aber Pipsel hörte ihn nicht, denn mit einem Mal sah sie das rote Etwas. Im Bach schwamm ein kleiner, roter Puppenkoffer. Die Maus war so überrascht, dass sie den Ast losließ und kopfüber in die Tiefe purzelte. Aber sie war nicht ins Wasser gefallen. O nein, sie lag genau auf dem roten Puppenkoffer und rieb sich den Kopf! „Da hast du aber nochmal Glück gehabt“, sagte der Frosch, als er hilfsbereit dahergepaddelt kam und der Maus Pipsel aus dem Bach half. Pipsel nickte beschämt.
Ja, ja, so kann es gehen, wenn man sehr neugierig ist.
 
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munterer Bach
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