Gedichte und Texte für jeden Anlass...
Mietz und Lori
Der Papagei Lori flatterte aufgeregt im Käfig umher, weil Mietz schon wieder hinter dem Vorhang lauerte und ihn ärgern wollte. „Warte nur“, schrie Lori, „wenn ich hier herauskomme! Ich kann genauso miauen wie du! Miau …“ – Eines Tages standen Käfigtür und Fenster offen. „Schwirr!“ und Lori saß auch schon im Garten auf dem Birnbaum. Wie könnte ich die Katze ärgern? überlegte er. Aha! Er flog vom Baum auf einen Topf mit roter Farbe und tauchte seine Füße hinein. Nun flatterte er auf die Gartenbank, wo Giselas neuer, weißer Pullover zum Trocknen ausgebreitet lag. Darauf hüpfte er herum. Dann hockte er sich hinter den Rosenbusch und wartete, bis Gisela kam. „Miau, miau, miau“, ahmte Lori die Katze nach. „O weh!“ rief Gisela, „Mietz, jetzt kannst du was erleben!“ Vor lauter Übermut miaute Lori hinter dem Rosenbusch noch einmal. Da schnappte der Hund Bello zu, dass die Federn flogen, denn auch er dachte, dort würde Mietz sitzen. Zu Tode erschrocken riss sich Lori los und flog in den Käfig zurück. Er kauerte sich ganz zerzaust auf sein Stänglein und hatte für immer genug vom Miauen. Und Mietz nahm sich vor, nie mehr hinter dem Vorhang zu lauern. Wollt ihr wissen, wie die Geschichte weiterging? Mietz und Lori sind noch richtige Freunde geworden, hat mir Gisela erzählt.
 
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