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Ein Esel zog in kurzem Trab
Ein Esel zog in kurzem Trab
Mit faulem Dünger durch die Straßen;
Der Dunst, den dieser von sich gab,
War eine Pest für alle Nasen.

Die ekle Fracht war kaum erblickt,
So trat ein jeder auf die Seite.
Ei, ei! sprach Langohr hoch entzückt,
Wie ehren mich die guten Leute!

Er trug an einem andern Tag
Den Raub von zwanzig Blumenbeeten,
Der bunt in seinen Körben lag,
Die süßen Balsam von sich wehten.

Er ward umringt. Der Nasen Schmaus
Hat Jung und Alt herzugetrieben,
Ha! rief das Tier mit Tränen aus,
Wie mich die guten Leute lieben!

Beglückte Dummheit! sollte sie
Nicht selbst des Weisen Neid erregen?
Was auch geschieht, weiß ihr Genie
Zu ihrem Vorteil auszulegen.
 
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Esel kurzem Trab
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