Gedichte und Texte für jeden Anlass...
Die Silhouette deines Leibs steht in
Die Silhouette deines Leibs steht in der Frühe dunkel vor dem trüben Licht
Der zugehangnen Jalousien. Ich fühl, im Bette liegend, hostiengleich mir zugewendet dein
Gesicht.
Da du aus meinen Armen dich gelöst, hat dein geflüstert »Ich muß fort« nur an die fernsten
Tore meines Traums gereicht -
Nun seh ich, wie durch Schleier, deine Hand, wie sie mit leichtem Griff das weiße Hemd die
Brüste niederstreicht ...
Die Strümpfe ... nun den Rock ... das Haar gerafft ... schon bist du fremd, für Tag und Welt
geschmückt ...
Ich öffne leis die Türe ... küsse dich ... du nickst, schon fern, ein Lebewohl ... und bist
entrückt.
Ich höre, schon im Bette wieder, wie dein sachter Schritt im Treppenhaus verklingt,
Bin wieder im Geruche deines Körpers eingesperrt, der aus den Kissen strömend warm in
meine Sinne dringt.
Morgen wird heller. Vorhang bläht sich. Junger Wind und erste Sonne will herein.
Lärmen quillt auf ... Musik der Frühe ... sanft in Morgenträume eingesungen schlaf ich ein.
 
Sie müssen angemeldet sein, um bewerten zu können.
JETZT anmelden
Es wurde noch nicht abgestimmt!

Schlagwörter

Silhouette deines Leibs steht
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.
JETZT anmelden
Kommentare:
#{username} schrieb am #{date} um #{time}
 
#{text}
Bisher keine Kommentare vorhanden