Gedichte und Texte für jeden Anlass...
Die Nacktschnecke
Die Nacktschnecke trifft auf dem Kraut
eine Heuschrecke und die ruft laut:
„Was ist denn das? Ich lach‘ mich krumm.
Du läufst ja ohne Haus herum.“

Auf den Spott versteckt die Schnecke
sich schnell in einer Brombeerhecke.
Von nun an zeigt sie sich nicht mehr.
Der Hohn des andern kränkt sie sehr.

Für die Nacht besitzt die Schnecke
gegen Kälte keine Decke,
hat für sich kein Haus zum Wärmen,
muss sich dort im Finstern härmen.

Da entdeckt die nackte Schnecke
ganz hinten in der Gartenecke
ein leeres Weinbergschneckenhaus
macht sich eine Wohnung draus.

Als Weinbergschnecke trifft sie bald
die Heuschrecke im nahen Wald.
Die wird beim Anblick grün vor Neid
und bleibt so grün in Ewigkeit.

 
Dieses Werk unterliegt dem Urheberrecht von Christine Frazian! Jegliches Kopieren und Weiterverwenden OHNE explizite Zustimmung des Autors ist verboten! Bei Zuwiderhandlungen muss mit rechtlichen Konsequenzen gerechnet werden!
 
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