Gedichte und Texte für jeden Anlass...
Kiebitz und Specht
Der Kiebitz meint, er hört nicht recht,
da man erzählt: „Dem Specht geht’s schlecht.“
Er sagt: „Ich werde nach ihm sehn
und schnell zu ihm hinübergehn.“

Der Kiebitz sei krank, das hört der Specht.
Und seine Sorge, die ist echt.
„Ich werde dem Kiebitz etwas bringen“,
sagt er, „und ihm ein Lied vorsingen.“

So sieht je einer von den beiden
in Gedanken den anderen leiden.
Das Nest des Freundes hat jeder erreicht,
geht leise hin. Schläft er vielleicht?

Es spechtelt der Kiebitz, es kiebitzt der Specht.
Und siehe da, keinem geht’s schlecht.
 
Dieses Werk unterliegt dem Urheberrecht von Christine Frazian! Jegliches Kopieren und Weiterverwenden OHNE explizite Zustimmung des Autors ist verboten! Bei Zuwiderhandlungen muss mit rechtlichen Konsequenzen gerechnet werden!
 
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