Gedichte und Texte für jeden Anlass...
Maus und Elefant
Ein Elefant am Meeresstrand
stampt zart behende durch den Sand.
`Ne Brise weht um seinen Rüssel,
er sucht verzweifelt seinen Schlüssel.

Er weiß genau, was gestern war,
saß mit der Maus noch in der Bar.
Bis in die frühen Morgenstunden,
ein Ende wurde nicht gefunden.

Man hat getanzt, gelacht, gesungen,
ist dann beschickert aufgesprungen,
um selig schwankend fort zu geh`n.
Rasch sich noch beim Wirt bedankend,
ach, es war doch wirklich herrlich,
wird der Heimweg auch beschwerlich.

Maus, die auch schon ziemlich heiter,
hilft dem Elefanten weiter,
versetzt ihm zärtlich einen Hieb.
Er schaut sie an, ich hab`dich lieb.

Nicht trunken nur vor lauter Glück,
geht es zum Hotel zurück.
Küsse werden ausgetauscht,
beide sind total berauscht.

Der Alkohol das Hirn umnebelt,
wird intensiv herumgeschnäbelt.
Der Elefant am Schwänzchen zubbelt,
die Maus ihm zart den Rücken rubbelt.
So geht es fort in einer Tour,
die zwei allein auf weiter Flur.

Endlich am Ziel angekommen,
immer noch total benommen,
tastet der Rüssel
nach dem Schlüssel.
Doch durch die Dickhaut fährt ein Schreck!
Das gute Stück ist einfach weg.

Ist die Lage nun gar misslich,
schaut der Dicke auch verdrießlich.
Das Mausemädchen, nicht verlegen,
kann ihn im Handumdreh`n bewegen,
sich in ihr Bett zu legen.

So ist`s der Weisheit letzter Schluß:
Alles kommt, wie`s kommen muß!
 
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