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Das andere Gesicht
Das andere Gesicht.

Er wirbelt seine Flügel,
quert Auen und Hügel,
auch über die Grille,
und durch die Stille,
lässt sich tragen von lauer Luft,
und entstammt doch Todes Gruft.

So zart wie Seide,
bunte Tupfer über der Weide,
die Sonne ist warm,
die Natur ohne Harm,
wie aus einer anderen Welt,
ein Wesen, das von Liebe erzählt.

So verzaubert er jeden,
bringt turbulentes Leben,
der quirlige Wicht,
erhäschen kannst du ihn nicht,
schlägt Pirouetten gar,
macht die Ufer so wunderbar.

Wer aber vermutet sein anderes ich,
häßlich, ranzig, widerlich?
Klebrig die Raupe am Blatt,
frisst sich an jungen Sprossen satt,
nagend und kauend an Busch und Baum?
Den Schmetterling mutet man kaum.

Aber ohne Raupe
kann's keinen Schmetterling geben,
also lassen wir beide
besser leben.

Hamburg 12.10.2007
 
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