Gedichte und Texte für jeden Anlass...
Augenblick des Todes
Am Morgen bist du aufgewacht,
hast schlecht geschlafen, letzte Nacht.
Du fühlst die Glieder zentnerschwer.
und denkst nur eins: ich will nicht mehr.
Jedesmal raffst du dich auf,
folgst dem täglichen Verlauf.
Funktional und automatisch,
emotional und sehr sympatisch
rennst auch du im gleichen Tritt
mit allen anderen Wesen mit.

Der innerliche Widerstand, der dich täglich quält,
wird erst mal unterdrückt.
Dies Leben hast du nicht gewählt,
du glaubtst, du wirst verrückt.

Während du deine Schritte lenkst
und immer nur an eines denkst,
da wird dir plötzlich klar,
das Leben ist doch viel zu kurz und wirklich wunderbar.

Plötzlich, abrupt, so kann es enden,
du wolltest noch `ne Nachricht senden.
Doch immer wieder fehlt die Zeit,
verdammt noch mal, nun ist`s soweit.

Entscheidungen zu treffen, hast du aufgeschoben.
Zu spät! Nun bist du oben.
Angekommen in einer Welt, die Ewigkeit sich nennt,
verzagt sich mancher fragt, ob mich hier jemand kennt ?

Du wirst es dann erfahren, wenn du "drüben" bist,
ob das Leben nach dem Tode wirklich besser ist.
Ob du mit einer Portion Glück
vielleicht als Engel kehrst zurück,
zum Schutz der Menschen, die dich lieben,
ach ja, du wärst gern noch geblieben.

Doch denk` einmal wie schön es war,
erfüllt, aufregend, herrlich, jaa,
zu geben und zu spenden.
Es ist, wie mit `nem guten Film,
auch der muß einmal enden.

 
Dieses Werk unterliegt dem Urheberrecht von Gabriele Rosendahl! Jegliches Kopieren und Weiterverwenden OHNE explizite Zustimmung des Autors ist verboten! Bei Zuwiderhandlungen muss mit rechtlichen Konsequenzen gerechnet werden!
 
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