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- Johann Martin Miller (1750 - 1814) -
Herkunft: Ulm, Deutschland
Johann Martin Miller war ein deutscher Theologe und Schriftsteller.
Miller war der Sohn eines evangelischen Pastors und wurde in Ulm geboren. In Göttingen studierte er Theologie ab dem 15. Oktober 1770 und wurde 1772 einer der Mitbegründer des Göttinger Hainbundes. Über den Hainbund schloss er Freundschaft mit Matthias Claudius und Friedrich Gottlieb Klopstock. 1773 begleitete er Schönborn, 1774 Klopstock von Göttingen nach Kassel. 1774/75 studierte er in Leipzig.
Miller verfasste Lieder im Volkston, die oft vertont wurden, u.a. von Mozart, darunter Was frag ich viel nach Geld und Gut, Wenn ich zufrieden bin. 1776 veröffentlichte er den Roman "Siegwart, eine Klostergeschichte", die größte Sensation nach dem Werther und ein Bestseller. 1776-77 Briefwechsel dreyer Akademischer Freunde, ein Roman in Briefform, "ein Beispiel für die Verschiedenartigkeit der geistigen Strömungen... im Zeitalter der Aufklärung, wo neben den Verfechtern des uneingeschränkten Gebrauchs der Vernunft und des Verstandes solche standen, die sich für die Entfaltung und Wertschätzung der Gemütskräfte und auch für die Erhaltung der in Dogmen fixierten christlichen Religion einsetzten". Er stand in Verbindung zu Nicolai, Klinger, Salis, Matthisson.
Nach seinem Studium war Miller in Ulm tätig, und zwar in der Nähe Ulms ab 1780 als Pfarrer, ab 1781 als Professor am Ulmer Gymnasium, ab 1783 als Münsterprediger. 1804 wurde er Consistorialrath, 1809 Districtsdecan, 1810 geistlicher Rath und Decan für Ulm.
Miller wurde am 13. Oktober 1774 in der Loge Zum goldenen Zirkel in Göttingen Freimaurer. Er wurde am 11. Dezember 1776 in dieser Loge zum Gesellen befördert. 1775 erhob ihn die Loge Zur goldenen Kugel in Hamburg bei einem Besuch zum Meister. Er soll lange Zeit Redner der Loge Asträa zu den 3 Ulmen in Ulm gewesen sein (die Loge war 1795-1807 geschlossen).
Johann Martin Miller starb im Alter von 64 Jahren am 21. Juni 1814 in Ulm.
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u...
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