Muttertag

Gedichte und Texte

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Was wäre, wenn wir die Mütter nicht hätten? Schlimm, wer an diesem zweiten Sonntag im Mai die Mutter vergisst. In der intakten Familie, in einem Haus mit kleinen Kindern, kommt dies selten vor. Genau genommen gilt der Muttertag heutzutage als ein wichtiger Feiertag zu Ehren aller Mütter. Allgemein könnte man sagen, dass der Muttertag eigentlich ein überflüssiges Fest darstellt, da wir normalerweise jeden Tag liebevoll an unsere Eltern denken sollten. Da dies jedoch in der Hektik des Alltags aber häufig untergeht, sollte man wenigstens an diesem Tag, dem Ehrentag aller Mütter und der Mutterschaft allgemein, unserer Mutter danken. Wie könnte man dies besser als mit einem Muttertagsgedicht?

Anfolgend präsentieren wir Ihnen eine kleine Zusammenstellung an Gedichten und Texten für und um den Muttertag. Mehr Gedichte zum Thema Muttergag finden Sie in unsere Rubrik

Muttertag - Gedichte zu Anlässen
Liebe Mutti Geruechte gehen um in
Liebe Mutti!
Gerüchte gehen um in unserer Stadt und ganz besonders in unserer Straße. Die Nacbarin hat es der Milchfrau erzählt. Auch der Briefträger ist derselben Meinung, und der Müllkutscher ebenfalls. Dem Vati hat man es vertrauensvoll in seiner Stammkneipe zugeflüstert. Dieses Gerücht ist wirklich nicht totzukriegen, denn die Spatzen pfeifen es schon von allen Dächern. Die Liebespärchen auf der Parkbank erzählen es sich beim Schmusen, und die Taube und der Tauber auf der Fernsehantenne gurren es sich beim Schnäbeln zu. Von der Oma habe auch ich von diesem Gerücht erfahren. Mit Gerüchten ist es bekanntlich so eine Sache: Niemand sollte auf sie hören, und niemand sollte sich darum scheren. Allerdings habe ich an die Wahrheit dieses Gerüchtes von Anfang an geglaubt. Es tut mir wirklich Leid, Mama. Jedoch ich kann nicht umhin, dir ausgerechnet am heutigen Muttertag vom Inhalt dieser Rederei Mitteilung zu machen. Ich weiß, du liebst keinen Tratsch und keinen Klatsch. Aber, liebe Mutti, leider musst du dir in diesem Augenblick die bittere Wahrheit anhören. Man flüstert, tuschelt und raunt darüber; und das Gemunkel über dich will nicht mehr aufhören. Betrachte es bitte nicht als üble Nachrede, wenn ich dir jetzt die Wahrheit schonend beibringe: Man erzählt sich nämlich allüberall von dir, du, meine Mutti, seist die allerbeste Mutter von der ganzen Welt! Da bist du baff? Du wirst sicher abwinken und sagen: Ach was! Was die Leute reden und über mich denken, stimmt sowieso nicht! Nein, mein liebes Muttilein: Es muss etwas Wahres an diesem Gerücht sein, sonst würden es mir nicht alle, die dich kennen, bestätigen. Frag selber herum, frag, wen du willst: Sogar (Flocki), unser Hund, nicht zustimmend mit dem Kopf und wackelt mit dem Schwanz, wenn du ihn nur daraufhin ansprichst. Du kannst dich nicht dagegen wehren! Gerüchte haben es so an sich: Irgendetwas bleibt immer hänger; ob es dir nun passt oder nicht! Ist es nicht schön, wenn sie alle der gleichen Meinung sind? Frag nur herum! Frag den Papa, und frag uns Kinder der Reihe nach. Weil dieses Gerücht, das über dich in Umlauf ist, ausnahmsweise mal den Nagel auf den Kopf trifft, wirst du damit leben müssen. Allein aus diesem Grund haben wir uns an diesem Morgen hier versammelt mit einem Blumenstrauß und mit kleinen Geschenken in den Händen: Nimm unsere Gaben als kleines Zeichen dafür, wie sehr wir dich lieben! Nur um eines bitten wir dich: Verbiete uns niemals, dem Klatsch und dem Stadtgespräch weiterhin Nahrung zu geben. Erlaube uns, die auf voller Wahrheit beruhende Fama weiter zu verbreiten: Du bist die allerbeste Mutti auf der ganzen weiten Welt!
Wir waeren nie gewaschen und meistens
Wir wären nie gewaschen
und meistens nicht gekämmt,
die Strümpfe hätten Löcher
und schmutzig wär das Hemd,
wir äßen Fisch mit Honig
und Blumenkohl mit Zimt,
wenn du nicht täglich sorgtest,
dass alles klappt und stimmt.
Wir hätten nasse Füße
und Zähne schwarz wie Russ
und bis zu beiden Ohren
die Haut voll Pflaumenmus.
Wir könnten auch nicht schlafen,
wenn du nicht noch mal kämst
und uns, bevor wie träumen,
in deine Arme nähmst.
Und trotzdem! Sind wir alle
auch manchmal eine Last:
Was wärst du ohne Kinder?
Sei froh, dass du uns hast.
Vielen Dank für alles
Gestern war ein Kindertag,
morgen ist ein Kindertag,
immer ist ein Kindertag.
Heute ist auch Muttertag.

Vielen Dank für alles!
Der Himmel ist zu Fuessen der
Der Himmel ist zu Füßen der Mutter.
Muetter die ihr euch erquickt an
Mütter, die ihr euch erquickt
an der Kinder teuren Zügen,
und mit ahnendem Vergnügen
vieles Künft'ge darin erblickt:
Schaut einmal recht tief hinein,
und verschafft und sich're Kunde:
Wird der Väter Kampf und Wunde
in den Kindern fruchtbar sein?
Siehe, von allen
Den Liedern nicht eines gilt dir, o Mutter!
Dich zu preisen, o glaub's bin ich zu arm und zu reich.
Ein noch ungesungenes Lied ruhst du mir im Busen,
keinem vernehmbar sonst, mich nur zu trösten bestimmt,
wenn sich das Herz unmutig der Welt abwendet und einsam
seines himmlischen Teils bleibenden Frieden bedenkt.
Mutterns Hände
Hast uns Stulln jeschnitten
un Kaffe jekocht
un de Töppe rübajeschohm -
un jewischt und jenäht
un jemacht und jedreht ...
alles mit deine Hände.

Hast de Milch zujedeckt,
uns Bonbons zujesteckt
un Zeitungen ausjetragen -
hast die Hemden jezählt

und Kartoffeln jeschält ...
alles mit deine Hände.

Hast uns manches Mal
bei jroßen Schkandal
auch n Katzenkopp jejeben.
Hast uns hochjebracht,
Wir wahn Sticker acht,
sechse sind noch am Leben ...
alles mit deine Hände.

Heiß warn se un kalt.
Nu sind se alt.
nu bist du bald am Ende.
Da stehn wa nu hier,
und denn komm wir bei dir
und streicheln deine Hände.
Am Muttertag sind wir Kinder besonders
Am Muttertag sind wir Kinder besonders lieb. Wir putzen dir alle Schuhe, Wir decken dir den Frühstückstisch. Wir holen Tulpen und Narzissen aus dem Garten. Wir spülen hinterher auch das Geschirr. Wir werden schon nichts zerbrechen! Die kleine Schwester sagt ein langes Muttertagsgedicht auf. Sie hat es mit Vati mühsam auswendig gelernt. Und du wirst sehen, liebe Mutti: Alles klappt sehr gut. Fast wie am Schnürchen. Die ganze Familie freut sich!
Ach, wenn wir das ein ganzes jahr lang schaffen würden! Und was sagst du dazu, liebe Mutti? Wahrscheinlich bist du schon glücklich, wenn es heut nur klappt. Du freust dich, dass es keinen Ärger und keinen Streit gibt und jeder überaus freundlich und aufmerksam ist. Ach ja, Mutti: Du bist nicht sehr anspruchsvoll, nicht wahr? Aber gerade deswegen haben wir dich alle sehr, sehr lieb!
Und ob der Maien stuermen will
Und ob der Maien stürmen will
mit Regenguss und Hagelschlag
wie ein verspäteter April:
Er hat doch einen schönen Tag.
Hat einen Tag, der schlimme Mai,
viel lieber als das ganze Jahr,
und wo es schien mir einerlei,
ob trüb der Himmel oder klar.
Und ist er trübe auch, ich fand
mein Sträußlein doch in Wald und Ried
und kann doch küssen deine Hand
und sagen dir ein schlichtes Lied.
An meine Mutter
So gern hätt' ich ein schönes Lied gemacht
von deiner Liebe, deiner treuen Weise,
die Gabe, die für andre immer wacht
hätt' ich so gern geweckt zu deinem Preise.

Doch wie ich auch gesonnen mehr und mehr
und wie ich auch die Reime mochte stellen.
Des Herzens Fluten wallten drüber her,
zerstören mir des Liedes zarte Wellen.

So nimm die einfach schlichte Gabe hin,
von einfach ungeschmücktem Wort getragen,
und meine ganze Seele nimm darin.
Wo man am meisten fühlt,
weiß man nicht viel zu sagen!